Der Moselsteig mit seinen 24 Etappen über 365 km hat es uns angetan. Bereits 2020 wanderten wir einige Etappen um Cochem herum entlang und waren von der Landschaft, der Mentalität der hier lebenden Menschen und dem Wein begeistert. Der Moselsteig ist nicht nur einer der längsten, sondern auch einer der abwechslungsreichsten Fernwanderwege in Deutschland und begleitet den kompletten deutschen Mosellauf von Perl an der deutschfranzösisch-luxemburgischen Grenze bis zur Mündung am Deutschen Eck in Koblenz.
Als alles begann: Unsere erste Etappe auf dem Moselsteig
Etappe 18 – das war sie also, unsere allererste Wanderung auf dem berühmten Moselsteig. Gleich zu Beginn wurde die Höhentauglichkeit auf die Probe gestellt. Frau stand kurz davor, an einem besonders steilen Abschnitt hängen zu bleiben – aber Glück im Unglück: Herr reichte ganz heldenhaft seine Hand, und so kämpften wir uns Stück für Stück auf dem Höhensteig entlang bis zum Ende. Dabei stellten wir uns nur eine Frage: Wie zur Hölle kann man in dieser Steillage eigentlich noch Weintrauben ernten? Unglaublich!
Trotz des holprigen Starts waren wir sofort vom Moselsteig begeistert. Keine Zeit zu verlieren – also machten wir uns gleich auf den Weg zur nächsten Etappe (19) von Cochem nach Treis-Karden. Für die Seilbahn zum Start waren wir noch zu früh, also ging es treppenartig nach oben. Die Herausforderung bei dieser Etappe lag weniger in der Schwierigkeit als in der Länge und den ständig wechselnden Höhenmetern. Aber das war für uns kein Problem. Ganz nebenbei genossen wir grandiose Aussichtspunkte mit herrlichem Panoramablick auf die Mosel.
Am Ende dieser Tour war für uns klar: Wir wollen den kompletten Moselsteig erleben!
Eine Woche Auszeit führte uns nach Traben Trarbach. Anlass, um unsere Wanderschuhe aus dem Schrank zu kramen und uns auf den Moselsteig zu begeben! Das Wetter war perfekt. Das Tal von Traben Trarbach lag morgens im Nebel und mit dem Aufstieg ging es durch den Dunst der Sonne entgegen. Die Sicht vom Moselsteig auf die Mosel, wenn sich der Nebel langsam lichtete, war unbeschreiblich schön.
Während unserer Wanderungen auf den Etappen 12 bis 17 des Moselsteigs haben wir zahlreiche wunderschöne Momente erlebt. Die Natur zeigte sich von ihrer besten Seite und die Aussichten waren immer wieder ein Highlight. Wir genossen die Ruhe und die frische Luft, während wir an den Weinbergen vorbeispazierten und die reifen Trauben bewunderten.
Wir hatten auch einige „Höhenrausch“-Momente, die für einen Adrenalinkick sorgten. Der Besuch der Hängebrücke Geierlay in Mörsdorf. Über diese Brücke zu schlendern ist wie ein Hochseilakt für die Ungeübten unter uns – und für die Geschickten ist es einfach nur ein Grund zur Freude. Sehr zu empfehlen und immer einen Ausflug wert.
In diesem Jahr verbrachten wir unseren Sommerurlaub an der Mosel und es war einfach traumhaft! Eine Woche in Wasserliesch und eine Woche in Konz bildeten den perfekten Ausgangspunkt, um die Etappen des Moselsteigs zu erkunden. Obwohl die Mosel auf den ersten Etappen nicht immer sichtbar war, wie wir es aus der Moselmitte kannten, führte uns jeder Weg durch eine wunderbare Landschaft, die uns immer wieder die Natur genießen ließ.
Am Ende unserer Reise hatten wir stolze 7 Etappen zurückgelegt – von Perl über Konz bis nach Neumagen, mit Zwischenstopps in Trier und Schweich. Jede Wanderung brachte neue Überraschungen und faszinierende Ausblicke. Doch nicht nur zu Fuß haben wir die Region entdeckt. Auf unseren Rädern machten wir einen Ausflug nach Saarburg, einer zauberhaften kleinen Stadt mit einem beeindruckenden Wasserfall, der definitiv einen Besuch wert ist.
Außerdem erkundeten wir mit dem Rad einen Teil der Strecke, die uns bei unserem nächsten Besuch im September 2025 an der Mosel erwarten wird. Die Vorfreude auf den nächsten Moselurlaub ist jetzt schon da!
Eine Woche Entspannung und Abenteuer – das war unser Plan. Voller Vorfreude schnürten wir unsere Wanderschuhe und machten uns auf den Weg, die malerischen Weinberge entlang des Moselsteigs zu erkunden. Unser erstes Quartier bezogen wir in dem charmanten Städtchen Bernkastel-Kues. Von hier aus schlossen wir endlich das noch "offene Loch" auf unserer Karte des Moselsteigs und starteten unser Abenteuer mit der ersten Etappe von Neumagen-Dhron bis Osann-Monzel.
Die herrlichen Weinfelder und die sanften Hügel begleiteten uns, während wir auch die Etappen 10 und 11 meisterten. In Ürzig erwartete uns dann eine angenehme Überraschung: Bei strahlendem Sonnenschein ließen wir uns zu einer Weinverkostung nieder und genossen die Vielfalt der regionalen Weine – ein Hochgenuss für unseren Gaumen!
Nach vier Tagen wechselten wir unsere Unterkunft nach Löf. Unsere erste Wanderung führte uns mit der Bahn nach Treis-Karden. In dicken Jacken eingemummelt, durchstreiften wir den Ort und nahmen den ersten knackigen Anstieg in Angriff. Nach nur einem Kilometer und 150 Höhenmetern fielen nach und nach unsere Kleidungsstücke – die Anstrengung machte sich bemerkbar. Der Nebel umhüllte die Mosel, als wir zum Naturschutzprojekt „Auf der Krabaun“ wanderten. Plötzlich lichtete es sich und wir wurden mit einem fantastischen Blick auf die historische Altstadt von Treis-Karden belohnt.
Die Etappe gestaltete sich als wahres Moselsteig-Abenteuer. Während wir bergauf wanderten, eröffneten sich phänomenale Tiefblicke, die gleichzeitig faszinierend und herausfordernd waren. Die spektakuläre Burg Eltz tauchte vor uns auf, ein wahres Schmuckstück, das uns an diesem Tag fast ganz allein gehörte – keine Warteschlangen, nur Ruhe und Schönheit! Durch das Eltztal ging es dann gemächlich weiter nach Moselkern. Hier erwartete uns allerdings eine Überraschung: Wir waren der festen Überzeugung, dass die Moselbahn regelmäßig verkehrte. Doch die letzte Fahrt war bereits um 16:01 Uhr – ein Rätsel, das wir nicht lösen konnten. Letztendlich nahm uns ein Schulbus bis Hatzenport mit, die letzten drei Kilometer legten wir dann schließlich wieder zu Fuß zurück.
Unsere vorerst letzte Wanderung begann in Moselkern. Punkt 10:00 Uhr ging es, wie gewohnt, ordentlich bergauf. Da die Waden beim Anstieg brannten, haben wir den Steigungsgrad gemessen: stolze 25%! Was für ein Training! Nachdem wir die erste Hürde gemeistert hatten, ging es über Lasserg nach Hatzenport – vorbei an idyllischen Wiesenwegen im Hinterland. Auf dem Rückweg hängten wir noch einen kleinen Abstecher nach Kergeshöfe an, um dem Adventure Lab zu folgen. Danach traten wir schlussendlich den Abstieg nach Löf an und blickten auf eine sehr schöne und zugleich anspruchsvolle Etappe des Moselsteigs zurück.
Drei Etappen liegen nun noch vor uns bis Koblenz. Doch eines steht fest: Wir kommen immer wieder gerne an die Mosel zurück. Der Zauber dieser Region zieht uns immer wieder in ihren Bann – eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und kulinarischen Genüssen!